Geduldsspiele

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht wirklich sicher, ob ich ein geduldiger Mensch bin. Bei anderen bin ich sehr geduldig, bei mir selber allerdings nicht. Und da ist es eigentlich egal worum es sich handelt.

Und zur Zeit wir meine Geduld in jeglicher Hinsicht strapaziert. Da dieser Blog aber hauptsächlich um sportliche Themen soll, erspare ich euch die anderen Sachen…

Nachdem die Planung für das Jahr 2017, wie in meinem Extra-Beitrag bereits beschrieben, schon festgelegt wurde, sollte es nun richtig losgehen mit dem Training. Beginnend mit der Besichtigung der Ironman Strecke in Wales. Nun ja, so gesund wie ich dachte, war ich dann letztlich wohl doch nicht…in Deutschland wieder angekommen bin ich dann also mit einer wirklich hartnäckigen Erkältung arbeiten gegangen, hab sie schön verschleppt und war 4 Wochen bis Weihnachten außer Gefecht gesetzt. Weihnachten war dann auch nicht so ganz der optimale Zeitpunkt um wieder ins Training einzusteigen, also wurde es aufgeschoben auf Januar. Und im Januar bin ich natürlich, wie sollte es auch anders sein, mit einer Nachtdienstwoche gestartet. Ich muss erklären, dass eine Nachtdienstwoche einen nicht daran hindert zu trainieren, wenn man diszipliniert ist, aber es fällt einem schwerer wenn man völlig raus ist aus dem normalen Tagesrhythmus. Und wenn man erst wieder ins Training startet ist es doppelt so schwierig. Seit Januar versuche ich also wieder das Training zu steigern, aber es läuft nicht so, wie ich mir das vorstelle.

Auf der einen Seite bin ich wirklich häufig kaputt, weil die Wintermonate in unserem Beruf so etwas wie der Hauptsaison entsprechen und die ständigen Rhythmuswechsel durch den Schichtdienst mich wirklich fordern. Auf der anderen Seite muss ich wohl lernen, dass man eben nicht wieder da einsteigen kann, wo man mal war und da kommt wieder das Problem mit der Geduld. Mir war klar, dass ich im Moment weniger Watt trete als im Sommer und auch, dass ich langsamer laufe aber dass mir sowohl die Umfänge während der Einheit, als auch die Trainingsfrequenz so viel Probleme bereiten, damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Jeder Lauf, jede Radeinheit und jedes Schwimmtraining heißt im Moment Erwartungen zurückschrauben und durchbeißen und im Hinterkopf sitzt die Nervosität die sagt: Cent Cols Challenge, Langdistanz…jetzt leg aber mal los!!

Dennoch muss man sich jeden Tag bewusst machen, dass das alles zum Spaß ist. Ich mache diesen Sport weil ich Freude daran habe und weil ich damit den perfekten Ausgleich zum Berufsleben habe und nicht zusätzlich Stress bereiten. Am Ende bin ich kein Profisportler der bestimmte Zeiten erreichen will. Ich möchte am Ende das Ziel erreichen und die Zeit ist mir dabei völlig egal. In diesem Sinne schraube ich also meine Erwartungen runter, schnüre die Laufschuhe, schwinge mich aufs Rad oder ins Schwimmbecken und genieße! Ich bin gesund, sorgenfrei und habe unglaublich liebe Menschen die mich unterstützen. Warum also stressen, wenn es mit Spaß und Motivation doch alles viel leichter wird. Also versuche ich Geduld zu haben, mich zu fordern aber auch nicht zu überfordern und vor allem auf meine Gesundheit zu achten, denn jeder neue Ausfall wirft einen nur zurück! Und nebenbei geht es im März ins Trainingslager nach Mallorca und das erwarte ich sehnsüchtig!

 

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