Warum Triathlon

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Noch vor 4 Jahren war es für mich eine absolute Qual 5km Joggen zu gehen. Ich habe es sogar gemacht, weil ich der Meinung war, dass ich für die Figur und allgemeine Fitness auch ein wenig laufen muss, es war aber immer furchtbar. Unsportlich war ich eigentlich nie. Ich bin geklettert, laufe Ski, bin immer schon gern gewandert aber richtigen Ausdauersport habe ich gemieden. Schon bei den Bundesjugendspielen habe ich mich immer um den 800m-Lauf gedrückt.
Vor 4 Jahren habe ich dann während meines praktischen Jahres meinen Partner kennengelernt. Der war das genaue Gegenteil. Wenn er länger nicht gelaufen ist, war er ungenießbar. Das Rumsitzen zuhause hat mir dann so ein schlechtes Gewissen gemacht, dass ich ebenfalls aufgerafft habe. Die ersten Läufe waren nicht berauschend, aber langsam konnte ich die Distanz steigern und als ich das erste Mal eine zweistellige Zahl auf der Uhr sah war ich begeistert. Irgendwann wurden die Läufe nicht nur länger sondern auch schöner. Und trotz passagerem Schienbeinkantensyndrom und Motivationslöchern während der Examensvorbereitung lief ich im Frühjahr 2013 meinen ersten Halbmarathon am Rennsteig. Im Anschluss folgten eine Marathonstaffel beim Marathon Nice-Cannes wo ich ebenfalls die Halbmarathondistanz lief und schließlich 2015 der erste Marathon in Amsterdam. Die Vorbereitung lief allerdings eher suboptimal. Aber als ich nach 5 Stunden endlich heulend ins Stadion einlief obwohl ich die Busfahrkarte eingesteckt hatte, weil ich mir relativ sicher war, dass ich das Ziel nicht erreichen werde, war ich unglaublich glücklich und motiviert.
Laufen ist für mich nicht einfach. Ich bin keine typische Läuferin die nach ein paar regelmäßigen Trainings eine 5er Pace hinlegt. Ich muss dafür arbeiten und es fällt mir schwer. Aber es macht mir auch unglaublich viel Spaß und es entspannt mich.
Und weil wir ein Crosstraining brauchten und mein Freund schon länger Triathlon macht kam ich schließlich zum Radfahren und letztlich auch zum Triathlon.
Das Radfahren hat mich von Anfang an begeistert. Obwohl ich zu Beginn vehement behauptet habe, dass ich mich niemals eine Passstraße hochquälen würde und dass solche Leute alle völlig verrückt sind. Spätestens nach den 48 Kehren zum Stilfser Joch hoch muss ich zugeben, dass ich die Faszination Rennradfahren im Flachen und in den Bergen gänzlich nachvollziehen kann. Aber zu diesem Thema wird es wohl im folgenden Jahr noch ein paar Beiträge geben.
Und da bin ich nun, habe Ende 2016 fast 5000km auf dem Rennrad in den Beinen, meine erste Mitteldistanz gefinisht und blicke mit großen Erwartungen, Freude und auch ein wenig Sorge auf die Saison 2017, die mit großen Zielen völlig neue Anforderungen setzt.

It´s getting serious!

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